© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Stephan Falk

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Entwurf für die Spreefront © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Franco Stella

Fassade zur Schlossfreiheit © Gesellschaft Berliner Schloss e.V.

Fassade zur Schlossfreiheit © Gesellschaft Berliner Schloss e.V.

Die Schloss-Passage – mit zwei rekonstruierten barocken Portalen und dem modernen Säulenweg. © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Franco Stella

Entwurf für die Schloss-Passage © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Franco Stella

Das von 2013 bis 2020 nach einem Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella errichtete neue Berliner Schloss darf als überaus gelungene Teilrekonstruktion des 1950 untergegangenen originalen Berliner Schlosses gelten. Vor allem die drei akribisch rekonstruierten barocken Außenfassaden im Süden, Westen und Norden stellen maßgebliche urbanistische Raumsituationen wieder her und geben der Mitte Berlins ihre ursprüngliche Schönheit zurück.

Mit der Rekonstruktion der drei barocken Seiten des Kleinen Schlosshofes, des sogenannten Schlüterhof, ist ein Meisterwerk der europäischen Barockarchitektur wieder unmittelbar erlebbar. Über die Vorgaben des Wettbewerbs von 2008 hinausgehend verdanken wir Stella außerdem die originalgetreue Rekonstruktion dreier Portale im Großen Schlosshof einschließlich der Durchfahrten sowie vor allem der Kuppel samt Laterne und Kreuz.

Die einst heterogene Spreefront, in der sich mehrere vorbarocke und barocke Bauphasen vereinten, ersetzte Franco Stella durch einen gleichförmigen Riegel, der das System der Schlüterschen Barockfassaden aufgreift und in ein modernes Raster überträgt.

Ebenfalls modern sind die beiden Fassaden des ehemaligen Quergebäudes gestaltet, das die beiden Schlosshöfe voneinander trennte. Außerdem errichtete Franco Stella einen zweiten Querriegel, um den Großen Schlosshof zu unterteilen und eine langgestreckte Passage zu schaffen, die die Portale II und IV und damit Schlossplatz und Lustgarten miteinander verbindet. Der Große Schlosshof ist heute ein großer überdachter Versammlungsraum, der über alle Geschosse reicht und auf drei Seiten von Galerien umgeben ist.

Am 14. November 2019 hielt Prof. Franco Stella einen Vortrag vor Mitgliedern und Gästen der Gesellschaft Berliner Schloss e.V. im Kennedy-Saal des Rathauses Schöneberg und erläuterte darin die Eigenheiten und Grundlagen seines Entwurfs.

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Hölzerne Nandi-Skulptur © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Den Kernbestand des Humboldt-Forums bilden die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin. Beide Häuser, das eine 1886 eröffnet in der Königgrätzer Straße, das andere 1904 als Indische Abteilung bzw. 1906 als Museum für Ostasiatische Kunst auf der Museumsinsel, waren zuletzt im Museumszentrum Berlin-Dahlem beheimatet und finden nunmehr im teilrekonstruierten Berliner Schloss ein neues Domizil. Hier belegen sie mit 20.000 Objekten auf 17.000 Quadratmetern die zweite und dritte Etage. Dabei wird die  Präsentation der verschiedenen historischen Sammlungen (Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien) von Interventionen zeitgenössischer Kunst und der Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus begleitet.

Nachdem lange Jahre vorgesehen war, dass sich die Berliner Zentral- und Landesbibliothek unter dem Motto „Welt der Sprachen“ am Humboldt-Forum beteiligen würde, distanzierte sich das Land Berlin 2015 von diesen Planungen und beauftragte stattdessen die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH mit der Konzeption einer Ausstellung zur Geschichte Berlins unter dem Titel „Welt. Stadt. Berlin“. Für die weitere inhaltliche Erarbeitung und die Realisierung ist seit 2016 die Stiftung Stadtmuseum Berlin verantwortlich. Die in der ersten Etage auf 4.000 Quadratmetern angelegte Ausstellung, untergliedert in einzelne Themenräume, „erzählt, wie die Stadt, ihre Menschen und von ihr ausgehende Geschehnisse die Welt verändert haben, und wie zugleich globale Ereignisse auf Berlin wirken – damals wie heute.“

Auf derselben Etage kuratiert die Berliner Humboldt-Universität das Humboldt Labor. Dabei wird dem Publikum aktuelles wissenschaftliches Forschen zu gesellschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fragen vor Augen geführt, und dies zum Teil unter Einbeziehung der historischen Bestände der eigenen Wissenschaftssammlungen. Das Humboldt Labor versteht sich als „eine Schnittstelle, ein Drehkreuz, in dem Debatten und Diskurse angeregt werden und neues Wissen entsteht.“

Der Geschichte des Ortes versucht man, in mehreren Stationen gerecht zu werden: Mit einer Ausstellung in dem erhaltenen Bereich der Schlosskeller, einer Präsentation originaler Skulpturen des barocken Schlosses an der Stelle des ehemaligen Großen Treppenhauses, einem Videopanorama mit einem Schnelldurchlauf durch die Geschichte des Ortes sowie verschiedenen innerhalb des Gebäudes verteilten „Spuren“, die besonders den Palast der Republik und seinen Abriss thematisieren.

Temporäre Ausstellungen, für die vor allem zwei große Säle im Erdgeschoss zur Verfügung stehen, sollen zu mehrfachen Besuchen im Humboldt-Forum anregen. Sie werden „neue Fragen zu Themen aus allen Teilen der Welt“ aufgreifen. Bestimmend für der Vorbereitung der Ausstellungen sind internationale Kooperationen, denn diese „eröffnen die Chance auf neue Sichtweisen und Erkenntnisse.“

Alle Zitate sind der offiziellen Homepage der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss entnommen.

Männerklub-Haus im Ethnologischen Museum in Berlin-Dahlem, Palau, 1907. © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum/Dietrich Graf

Männerklub-Haus im Ethnologischen Museum in Berlin-Dahlem, Palau, 1907. © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum/Dietrich Graf

Stahltür aus dem ehemaligen Techno-Club „Tresor“ in der Berlin-Ausstellung. © Privatbesitz Dimitri Hegemann, Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin/Alexander Schippel

Stahltür aus dem ehemaligen Techno-Club „Tresor“ in der Berlin-Ausstellung. © Privatbesitz Dimitri Hegemann, Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin/Alexander Schippel

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Grundstein des Humboldt-Forums © Gesellschaft Berliner Schloss e.V.

29. Mai 2020

Vollendung der Schlosskuppel durch das Aufsetzen von Laterne und Kreuz

28. Mai 2020

Symbolischer erster Spatenstich für das Freiheits- und Einheitsdenkmal, das auf dem Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals entstehen soll

15. Mai 2020

Installierung der Bronzeskulptur einer zweigeteilten Flagge „Statute of Limitations“ von Sunkoo Kang im zentralen Treppenhaus

10. Mai 2020

Die für September geplante erste Teileröffnung des Humboldt-Forums wird erneut verschoben. Die Stiftung hält aber weiterhin an einer ersten Teileröffnung noch in diesem Jahr fest.

13./14. September 2019

Zentraler Festakt anlässlich des 250. Geburtstags von Alexander von Humboldt

26. Juni 2019

Der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss hält am Konzept der Eröffnung in Etappen fest. Die erste Teileröffnung wird nun für den September 2020 festgesetzt. Dann sollen das Untergeschoss, das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss zugänglich werden, mit den Ausstellungen zur Geschichte des Ortes, dem archäologischen Keller, dem Skulpturensaal, den Sonderausstellungsbereichen sowie der Ausstellung des Landes Berlin.

12. Juni 2019

Die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Petra Wesseler, erklärt, dass die für November 2019 geplante erste Teileröffnung nicht zu halten sei. Grund seien Verzögerungen und Defekte bei technischen Anlagen wie Heizung und Kühlanlagen.

Februar 2019

Als Starttermin für die etappenweise Inbetriebnahme des Humboldt-Forums wird der 30. November 2019 festgelegt. Allerdings schließt die Berliner Kulturverwaltung eine Eröffnung der Berlin-Ausstellung im Jahr 2019 aus. Grund dafür sei, dass die Bauherren der Stiftung Humboldt Forum die Flächen in der ersten Etage mit Verzögerung übergeben hätten. Spekulationen, dass 2019 somit gar keine Eröffnung mehr stattfände, tritt der Stiftungssprecher Bernhard Wolter jedoch entgegen: „Wie angekündigt, werden wir zum Ende des Jahres 2019 mit der abschnittsweisen Eröffnung des Humboldt Forums beginnen, die sich bis in das Jahr 2020 hinein erstrecken wird.“

20. November 2018

Der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss plant eine schrittweise Eröffnung des Humboldt-Forums in fünf Etappen. Demnach sollten Ende November 2019 lediglich zwei Sonderschauen gezeigt sowie Restaurant- und Shopbereiche in Betrieb gehen.

4. September 2018

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) geht von einer pünktlichen Eröffnung des Berliner Humboldt-Forums im November 2019 aus. „Wir sind – und das ist wirklich eine großartige Leistung – bei dem Projekt nach so vielen Jahren genau auf der Ziellinie“.

25./26. August 2018

Tage der offenen Bausstelle, 2018

Letztmals Tage der offenen Baustelle. Am 25.08. Benefizkonzert der Berliner Philharmoniker im Schlüterhof.

1. Juni 2018

Hartmut Dorgerloh wird Generalintendant des Humboldt Forums. Damit endet zugleich die Gründungsintendanz von Neil MacGegor, Hermann Parzinger und Horst Bredekamp.

19. Juli 2017

Neil MacGregor verlängert seinen Vertrag als Gründungsintendant „bis zur Eröffnung“.

23.–25. Juni 2017

Tage der offenen Bausstelle, 2017

Portal auf! Tage der offenen Baustelle

18. Juli 2016

„Berlin und die Welt. Konzept der Ausstellung des Landes Berlin im Humboldt Forum“.
Präsentationspapier zum 18. Juli 2016 (PDF, 1,4 MB)

11./12. Juni 2016

Tag der offenen Baustelle 2016

Tage der Offenen Baustelle

Februar 2016

Paul Spies wird vom Berliner Senat als Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin und zum Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt-Forum ernannt. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet er die thematische und inhaltliche Konzeption der Berlin-Ausstellung im ersten Obergeschoss.

26. Februar 2016

Zum Nachfolger von Manfred Rettig als Vorstandssprecher der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss wird der bisherige kaufmännische Vorstand Johannes Wien ernannt. Als Verantwortlicher für den Baubereich tritt der Bauingenieur Hans-Dieter Hegner neu in den Vorstand. Geschäftsführerin der Humboldt Forum Kultur GmbH wird Lavinia Frey.

Januar 2016

Umbenennung der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum in Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

12. Januar 2016

Manfred Rettig, Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, verlässt die Stiftung zum 1. März 2016. Sein Rücktritt wird mit dem Amtsantritt von Neil MacGregor als Gründungsintendant Anfang des Monats in Verbindung gebracht.

13.–18. Oktober 2015

Abschlusswoche des Humboldt Lab Dahlem

13./14. Juni 2015

Informationsstand der Gesellschaft Berliner Schloss

Tage der offenen Baustelle. Die Gesellschaft Berliner Schloss ist dabei mit einem Informationsstand vertreten, der großen Zuspruch erfährt.

12. Juni 2015

Richtfest, 2015

Richtfest

8. Apil 2015

Berufung Neil MacGregors zum Gründungsintendanten des Humboldt-Forums, zusammen mit Hermann Parzinger und Horst Bredekamp

März 2015

Die ZLB wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, von den Planungen für die 4.000 qm der landeseigenen Fläche im Humboldt-Forum entbunden; die Konzeption der „Welt der Sprachen“ ist damit erledigt. Stattdessen wird die  landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH damit beauftragt, eine Ausstellung zur Geschichte Berlins mit dem Titel „Welt. Stadt. Berlin“ zu erarbeiten.

1. Juni 2014

Tag der offenen Baustelle 2014

Tag der offenen Baustelle

Frühjahr 2014

Die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) legt das Konzept der „Welt der Sprachen“ vor.

Juni 2013

Martin Heller legt das Inhaltskonzept „Agora und Humboldt-Forum“ vor.

12. Juni 2013

Grundsteinlegung

Grundsteinlegung zum Humboldt-Forum durch Bundespräsident Joachim Gauck

9. Januar 2013

Beseitigung der temporären Liegewiese im Zuge der Bauvorbereitungen für das Humboldt-Forum

13. Dezember 2012

Der Stiftungsrat beruft Johannes Wien als Nachfolger für Dr. Frank Nägele in den Vorstand der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum.

2012

Eröffnung des Humboldt Lab Dahlem als „ein Projekt der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Im Sinne einer experimentellen Probebühne diente es insbesondere zur Vorbereitung der Museumsausstellungen im zukünftigen Humboldt-Forum.“

März 2012

Musterfassade des Berliner Schlosses, 2012

Errichtung der Musterfassade an der Ecke der Liebknechtbrücke

30. Juni 2011

Eröffnung der Humboldt-Box

8. Mai 2011

Hermann Parzinger stellt das Konzept des Humboldt-Forums vor: „So viel Welt mit sich verbinden als möglich“

20. Dezember 2010

Berufung von Martin Heller als Projektleiter des Humboldt-Forums und Kurator der Agora. Er soll „ein inhaltliches Konzept für die Agora als zentralen Veranstaltungs- und Begegnungsort erarbeiten“. Einrichtung eines Advisory Board durch die Staatlichen Museen.

31. August 2010

Schließung der Temporären Kunsthalle und Abbau bis Anfang 2011

8. Juli 2010

Richtfest der Humboldt-Box

7. Juni 2010

Beschluss des Bundeskabinetts unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das auf 552 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt drei Jahre auf Eis zu legen.

Oktober 2009

Manfred Rettig wird zum Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum ernannt. Weiteres Mitglied des Vorstands wird 2010 Dr. Frank Nägele, zuständig für den kaufmännischen Bereich.

10. Juli 2009

Temporäre Umgestaltung des Schlossareals, 2009

Abschluss der „temporären Umgestaltung des Schlossareals“ mit einer Liegewiese und Holzstegen

9. Juli 2009

Eröffnung der Ausstellung „Anders zur Welt kommen“ im Alten Museum (bis 2. Januar 2010)

Mai 2009

Abschluss des Abrisses des Palasts der Republik

27./28. November 2008

Der Entwurf von Franco Stella

Franco Stella gewinnt einstimmig den Architektenwettbewerb. Vorsitzender der Jury war Vittorio Lampugnani.

29. Oktober 2008

Die Temporäre Kunsthalle von Adolf Krischanitz

Eröffnung der Temporären Kunsthalle Berlin nach dem Entwurf von Adolf Krischanitz/Wien

Juni 2008

Erster Spatenstich für die Temporäre Kunsthalle Berlin

Mai 2008

Gestaltung der Freifläche nach dem Konzept des Berliner Büros „Relais“-Landschaftsarchitekten, das Holzstege und Rasenflächen vorsieht

21. April 2008

Beginn der Ausgrabungen auf der Schlossplatz-Areal

12. März 2008

Beschluss, das Einheits- und Freiheitsdenkmal auf dem Schlossplatz zu errichten, und zwar auf dem Fundament des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals

5. März 2008

Versendung der Ausschreibungsunterlagen durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bzw. das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

23. Januar 2008

Ende der Bewerbung für die Vorauswahl der teilnehmenden Architektenbüros. Wider Erwarten haben sich nur 158 Büros gemeldet, davon sind 129 Bewerber gültig, die zum Wettbewerb zugelassen werden.

17. Januar 2008

Interview mit Bundesbauminister Tiefensee in der Berliner Zeitung: „[…] kommen zu dem Ergebnis, dass das Bauwerk für 480 Millionen Euro zu errichten ist. Davon entfallen 80 Millionen Euro auf die Rekonstruktion der Fassade. 72 Millionen Euro sind zusätzlich für die Ersteinrichtung des Gebäudes angesetzt“

Dezember 2007

Adrian von Buttlar, Vorsitzender des Landesdenkmalrats Berlin, kritisiert die Vorgaben des Architekturwettbewerbs als „höchst widersprüchlich“ und bezeichnet das zu erwartende Gebäude als „reine Kulissenarchitektur“.

Dezember 2007

Das Jury-Mitglied David Chipperfield kritisiert die Vorgaben des Architekturwettbewerbs zur Rekonstruktion der barocken Fassaden.

21. Dezember 2007

Beginn des offenen Bewerbungsverfahrens für den Architektenwettbewerb: zweiphasiger, anonymer Wettbewerb mit weltweit offenem Bewerbungsverfahren

25. November 2007

Ankündigung des Beginns des Architektenwettbewerbs durch Bundesbauminister Tiefensee

9. November 2007

Beschluss des Deutschen Bundestags zur Errichtung eines Einheitsdenkmals in Berlin; favorisiert wird ein Standort auf dem Schlossplatz, etwa auf dem Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals.

5./6. Oktober 2007

Rainer Haubrich (Die WELT) schreibt über den 90-seitigen Entwurf der Ausschreibung („Fünf gegen Schlüter“) und kritisiert, dass sich unter den sechs Fachpreisrichtern fünf Modernisten befänden (Petra Kahlfeldt gegen David Chipperfield, Peter Kulka, Markus Allmann, Peter Zlonicky, Volker Staab).

25. Juni 2007

Der Berliner Senat beschließt, von seinem Anteil am Humboldt-Forum der Landesbibliothek 4000 qm und der Humboldt-Universität 1000 qm zuzuweisen.

Juni 2007

Beschluss zum Weiterbau der U5 vom Pariser Platz zum Alexanderplatz

29. April – 1. Mai 2007

Symposium der Gesellschaft Berliner Schloss e.V.: „Wege für das Berliner Schloss/Humboldt-Forum? – Wiederaufbau und Rekonstruktion zerstörter Residenzschlösser in Deutschland und Europa (1945 – 2007)“ in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund

22. April 2007

Das Land Berlin erklärt sich nun doch bereit, sich am Neubau des Humboldt-Forums zu beteiligen (Pressekonferenz mit Wolfgang Tiefensee und Klaus Wowereit in der Ruine des Palasts der Republik); es zahlt 32 Mio. Euro und erhält dafür 5000 qm von insgesamt 50.000 qm. Auch die Kuppel soll gebaut werden. Zudem bringt Berlin das Grundstück im Wert von 51,5 Mio. Euro ein.

April 2007

Beginn von Grabungen auf dem Schlossplatz im Bereich des Münzturms

Januar 2007

Neue Konzeption des Bundesbauministeriums und seines Ministers Wolfgang Tiefensee für das Humboldt-Forum. Senkung der Kosten auf 480 Mio. Euro (statt bislang 670 Mio. Euro) durch Verzicht auf Tiefgarage, Hotelnutzung und Glasüberdachung des Schlüterhofes; den zunächst angeregten Verzicht auf die Kuppel nimmt der Minister bald wieder zurück. Möglicher Baubeginn bereits 2010, mögliche Fertigstellung 2013. 80 Mio. Euro werden vom Förderverein Berliner Schloss e.V. erwartet.

September 2006

Aus dem Wettbewerb für die Zwischengestaltung des Schlossplatzes geht eine Grünfläche als Sieger hervor.

September 2006

Kostensteigerung beim Palastabriss wegen unerwarteter Asbestfunde; der Abriss verlängert sich.

8.–10. September 2006

Symposium der Internationale Bauakademie Berlin: Humboldt-Forum. Symposion zu Fragen der Rekonstruktion und der räumlichen Konzeption des Berliner Schlosses für das Humboldt-Forum

30. Januar 2006

Um 8.00 Uhr beginnt der Abriss des Palasts der Republik.

19. Januar 2006

Palast der Republik, 2006

Der Deutsche Bundestag bestätigt den Abriss des Palasts der Republik mit 431 zu 120 Stimmen.

24. August 2005

„Immobilienökonomische Machbarkeitsstudie“ im Auftrag des Bundesbauministeriums unter Manfred Stolpe. Das Konzept sieht ein Hotel mit angeschlossenem Kongresszentrum, eine Tiefgarage und eine Überdachung des Schlüterhofs vor und soll durch ein Leasing-Modell finanziert werden.

August 2005

Kunstaktion „Der Berg“ im Palast der Republik

Kunstaktion „Der Berg“ im Palast der Republik

22. April 2005

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird mit dem Abriss des Palastes der Republik im Dezember begonnen. Wer den Palast beseitigt, wird eine europaweite Ausschreibung ermitteln.

April 2005

Der Senat legt den Abriss des Palasts der Republik auf Dezember fest.

16. April 2005

Architekturteile vom Stadtschloss entdeckt: Die Berliner Morgenpost berichtet, dass beim Abriss eines Asphaltwerkes Teile von Skulpturen des Schlosses gefunden wurden. Das Wissenschaftliche Aktiv hatte hierher die ausgebauten Architekturteile gebracht. Der Standort wurde in den 60er Jahren aufgelöst. Die Archtitekturteile wurden größtenteils zum Auffüllen einer Wiese verwendet.

Januar – Mai 2005

Der Schriftzug „ZWEIFEL“ von Lars Ramberg

Anbringung des Worts „ZWEIFEL“ auf dem Dach des Palasts durch den norwegischen Künstler Lars Ramberg

13. November 2003

Beschluss des Deutschen Bundestags, den Palast der Republik abzureißen und „die erforderlichen Planungsarbeiten zur Vorbereitung und Durchführung eines internationalen öffentlichen Architektenwettbewerbs bereits jetzt in Angriff zu nehmen.“

30. September 2003

Die Arbeitsgruppe Schlossareal unter Leitung von Kulturstaatsministerin Christina Weiss hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Arbeitsgruppe spricht sich vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzlage der öffentlichen Hand für ein Moratorium aus. Sie bekennt sich jedoch ausdrücklich zum Humboldt-Forum. Das Moratorium soll genutzt werden, den Planungsprozess in den nächsten zwei Jahren voran zu bringen.

30. Juli 2003

Klaus-Dieter Lehmann, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Wilhelm von Boddien, der Vorsitzende des Fördervereins Berliner Schloss e.V., stellen das erste originalgetreu rekonstruierte Gipsmodell einer Fensterrahmung des Berliner Schlosses vor. Der Förderverein Berliner Schloss e.V. und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wollen künftig gemeinsam Spenden sammeln und für die öffentliche Nutzungen werben.

Juli 2003

Öffnung des Palasts der Republik anlässlich der „Schaustelle Berlin 2003“

Mai 2003

Abschluss der Asbestsanierung des Palasts der Republik

1. Mai 2003

Auf der Mitgliederversammlung wird beschlossen, dem Verein einen neuen Namen zu geben: Gesellschaft Berliner Schloss e.V.

10. Juli 2002

Beauftragung einer Arbeitsgruppe „Schlossareal“ unter der Leitung der Kulturstaatsministerin Christina Weiss zur Überprüfung des Nutzungs-, Finanzierungs- und Organisationskonzepts

4. Juli 2002

Der Deutsche Bundestag plädiert mit 384 gegen 133 Stimmen für einen Vorschlag, der den Empfehlungen der Expertenkommission folgt (Alternative A). Demnach soll das Berliner Schloss entsprechend den Vorgaben der internationalen Expertenkommission mit den drei barocken Außenfassaden und dem Schlüterhof wiederaufgebaut werden.

16. Mai 2002

Eine neue Kommission (Arbeitsgruppe Schlossareal) soll prüfen, ob das im April von der Internationalen Expertenkommission vorgelegte Nutzungs- und Finanzierungskonzept realisierbar ist.

17. April 2002

Der Abschlussbericht der internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“   empfiehlt den Wiederaufbau der drei Barockfassaden und des Schlüterhofs.

März/April 2002

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind 42 Prozent der Berlinerinnen und Berliner für eine Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses, 17 Prozent für den Palast der Republik und 9 Prozent für einen modernen Bau auf dem Schlossplatz. Ost- wie Westberliner sind gleichermaßen mehrheitlich für einen Wiederaufbau des Stadtschlosses.

7. März 2002

Die Internationale Expertenkommission bestätigt: Gebaut werden soll ein Neubau, der auf drei Seiten dem barocken Stadtschloss nachgebildet wird. Auf der östlichen Seite soll es für die Moderne oder den Erhalt des Palastes der Republik Raum geben. Das Vorhaben sollen zum großen Teil über institutionelle Anleger bei garantierter Rendite finanziert werden. Eine Agora soll Veranstaltungsräume aufnehmen. Bauzeit acht bis zehn Jahre. Die Kommission rät zu einem Wettbewerb über den die Realisierung des Projektes entsprechend den Vorgaben der Kommission erreicht werden soll. Der Kommissionsvorsitzende Hannes Swoboda hofft, dass sich Berlin und der Bund bei ihren weiteren Entscheidungen möglichst nah an die Empfehlung der Kommission halten.

Die Gegner einer Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses machen mobil. Es sind der Berliner Stadtentwicklungssenator Strieder, der Berliner Kultursenator Thomas Flierl und der Präsident der Bundesarchitektenkammer Peter Conradi. Obwohl zum Teil in der Internationalen Expertenkommission vertreten, sind sie nicht bereit sich dem demokratischen Votum anzuschließen. Peter Strieder und Thomas Flierl fordern einen architektonisch völlig offenen Wettbewerb für einen Neubau. Strieder bezeichnet den Wiederaufbau der Schlossfassaden als „Stadtdekoration“.

5. Februar 2002

Der Präsident der Stiftung Preussischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, drängt anläßlich der Jahrespressekonferenz auf schnelle Entscheidungen am Schlossplatz. Er hofft, dass dort ein Neubau bis 2010 entsteht. Sollte in 2003 keine Entscheidung fallen, müssten die maroden Bauten der Museen außereuropäischer Kulturen in Dahlem saniert werden.

20. Dezember 2001

Die internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ empfiehlt die Rekonstruktion des Schlosses mit drei Fassaden und dem Schlüterhof. Das Schloss soll als Humboldt-Forum eine Kombination aus Museen, Bibliothek und Veranstaltungsbereichen aufnehmen.

30. Oktober 2001

Die internationale Expertenkommission „Historische Mitte Berlins“ hat in ihrer Sitzung am 29. Oktober das von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin vorgelegte Konzept für die Nutzung des Schlossplatzes angenommen.

Mit dem Konzept soll unter der Bezeichnung „Humboldt-Forum“ der zentrale Platz zu einem Ort der Kunst und der Wissenschaft werden. Zukünftig sollen hier, neben der Zentral- und Landesbibliothek, die Sammlungen außereuropäischer Kulturen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausgestellt und die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität erstmals öffentlich zugänglich gemacht werden. Mit den ebenfalls geplanten Konzertsälen, Läden, Kongressräumen und einer entsprechenden Gastronomie entsteht für die Berliner Bevölkerung und Besucher der Stadt ein attraktives kulturelles Angebot, dass eine Brache in der Mitte der Hauptstadt sinnvoll schließt. Die Finanzierung des Vorhabens soll dabei im Wesentlichen der Bund und das Land Berlin übernehmen.

Mit seinem Vorschlag, zunächst über die Art der Nutzung zu entscheiden, bevor über die bauliche Umsetzung des Konzeptes weiter diskutiert wird, gelang es Staatsminister Nida-Rümelin, eine ausufernde Debatte, die sich im wesentlichen an Gebäudefassaden festmachte, wieder auf inhaltliche Aspekte zurückzuführen. Die Kontroverse über einen Fortbestand des Palastes der Republik oder einen detailgetreuen Wiederaufbau des Stadtschlosses kann nunmehr im Lichte der zukünftigen Nutzung sachlicher diskutiert werden.

Juli 2001

Ausstellung im Staatsratsgebäude: „Historische Mitte Berlin – Schloßplatz, Ideen und Entwürfe 1991–2001“

18. April 2001

Erste Anhörung der Internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ am Mittwoch, den 18. April 2001, von 9–18 Uhr im Berliner Rathaus.
Thesen der Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses zu Nutzung und Finanzierung eines Gebäudes auf dem Berliner Schlossplatz

November 2000

Beschluss zur Einsetzung der internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ durch den Gemeinsamen Ausschuss von Bund und Land

3. Mai 2000

Klaus-Dieter Lehmann empfiehlt erstmals öffentlich, die Dahlemer Museen der außereuropäischen Kulturen auf den Schlossplatz zu verlagern (Torgespräch im Max-Liebermann-Haus am Brandenburger Tor).

4. April 2000

Treffen von Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen, mit dem Berliner Senator für Stadtentwicklung, Peter Strieder. Erstmals wird die Idee ins Spiel gebracht, die Dahlemer Museen der außereuropäischen Kulturen im Neubau des Berliner Schlosses unterzubringen.

8. Juli 1999

Der Gemeinsame Ausschuss von Bund und Land beschließt die Einberufung einer internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“.

1997

Ausstellung (Der Tagesspiegel): „Der Berliner Schloßplatz. Visionen zur Gestaltung der Berliner Mitte“

April 1997

„Wiederaufbau- und Nutzungskonzept des Berliner Stadtschlosses auf Basis einer privaten Finanzierung ohne öffentliche Mittel“, vorgelegt von der Arbeitsgemeinschaft Berliner Stadtschloss (Hans-Joachim Arndt, Wilhelm von Boddien, Walter Rasch, Ralf Schüler, Ursulina Schüler-Witte)

1996

Abriss des DDR-Außenministeriums

1994

Bernd Niebuhr gewinnt den offenen internationalen Ideenwettbewerb „Spreeinsel“ mit seinem Vorschlag für ein modernes Gebäude.

30. Juni 1993

Schlossattrappe 1993

Fertigstellung der Schlossattrappe und Eröffnung der Ausstellung des Fördervereins Berliner Stadtschloss e.V.: „Das Schloß? Eine Ausstellung über die Mitte Berlins“ (1. Juli – 10. Oktober 1993). Die Attrappe bleibt schließlich bis zum 30. September 1994 aufgestellt.

27. August 1992

Gründung des Fördervereins Berliner Stadtschloss e.V., später umbenannt in Förderverein Berliner Schloss e.V.

23. März 1991

Gründung der Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses e.V. in Mainz. 1994 Verlegung des Vereinssitzes nach Berlin. 2003 Umbenennung in Gesellschaft Berliner Schloss e.V.

19. September 1990

Schließung des Palasts der Republik wegen Asbestverseuchung

23. August 1990

Die DDR-Volkskammer beschließt den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.