© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Stephan Falk
Entwurf für die Spreefront © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/Franco Stella
Das von 2013 bis 2020 nach einem Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella errichtete neue Berliner Schloss darf als überaus gelungene Teilrekonstruktion des 1950 untergegangenen originalen Berliner Schlosses gelten. Vor allem die drei akribisch rekonstruierten barocken Außenfassaden im Süden, Westen und Norden stellen maßgebliche urbanistische Raumsituationen wieder her und geben der Mitte Berlins ihre ursprüngliche Schönheit zurück.
Mit der Rekonstruktion der drei barocken Seiten des Kleinen Schlosshofes, des sogenannten Schlüterhof, ist ein Meisterwerk der europäischen Barockarchitektur wieder unmittelbar erlebbar. Über die Vorgaben des Wettbewerbs von 2008 hinausgehend verdanken wir Stella außerdem die originalgetreue Rekonstruktion dreier Portale im Großen Schlosshof einschließlich der Durchfahrten sowie vor allem der Kuppel samt Laterne und Kreuz.
Die einst heterogene Spreefront, in der sich mehrere vorbarocke und barocke Bauphasen vereinten, ersetzte Franco Stella durch einen gleichförmigen Riegel, der das System der Schlüterschen Barockfassaden aufgreift und in ein modernes Raster überträgt.
Ebenfalls modern sind die beiden Fassaden des ehemaligen Quergebäudes gestaltet, das die beiden Schlosshöfe voneinander trennte. Außerdem errichtete Franco Stella einen zweiten Querriegel, um den Großen Schlosshof zu unterteilen und eine langgestreckte Passage zu schaffen, die die Portale II und IV und damit Schlossplatz und Lustgarten miteinander verbindet. Der Große Schlosshof ist heute ein großer überdachter Versammlungsraum, der über alle Geschosse reicht und auf drei Seiten von Galerien umgeben ist.
Am 14. November 2019 hielt Prof. Franco Stella einen Vortrag vor Mitgliedern und Gästen der Gesellschaft Berliner Schloss e.V. im Kennedy-Saal des Rathauses Schöneberg und erläuterte darin die Eigenheiten und Grundlagen seines Entwurfs.
Hölzerne Nandi-Skulptur © Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Den Kernbestand des Humboldt-Forums bilden die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin. Beide Häuser, das eine 1886 eröffnet in der Königgrätzer Straße, das andere 1904 als Indische Abteilung bzw. 1906 als Museum für Ostasiatische Kunst auf der Museumsinsel, waren zuletzt im Museumszentrum Berlin-Dahlem beheimatet und finden nunmehr im teilrekonstruierten Berliner Schloss ein neues Domizil. Hier belegen sie mit 20.000 Objekten auf 17.000 Quadratmetern die zweite und dritte Etage. Dabei wird die Präsentation der verschiedenen historischen Sammlungen (Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien) von Interventionen zeitgenössischer Kunst und der Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus begleitet.
Nachdem lange Jahre vorgesehen war, dass sich die Berliner Zentral- und Landesbibliothek unter dem Motto „Welt der Sprachen“ am Humboldt-Forum beteiligen würde, distanzierte sich das Land Berlin 2015 von diesen Planungen und beauftragte stattdessen die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH mit der Konzeption einer Ausstellung zur Geschichte Berlins unter dem Titel „Welt. Stadt. Berlin“. Für die weitere inhaltliche Erarbeitung und die Realisierung ist seit 2016 die Stiftung Stadtmuseum Berlin verantwortlich. Die in der ersten Etage auf 4.000 Quadratmetern angelegte Ausstellung, untergliedert in einzelne Themenräume, „erzählt, wie die Stadt, ihre Menschen und von ihr ausgehende Geschehnisse die Welt verändert haben, und wie zugleich globale Ereignisse auf Berlin wirken – damals wie heute.“
Auf derselben Etage kuratiert die Berliner Humboldt-Universität das Humboldt Labor. Dabei wird dem Publikum aktuelles wissenschaftliches Forschen zu gesellschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fragen vor Augen geführt, und dies zum Teil unter Einbeziehung der historischen Bestände der eigenen Wissenschaftssammlungen. Das Humboldt Labor versteht sich als „eine Schnittstelle, ein Drehkreuz, in dem Debatten und Diskurse angeregt werden und neues Wissen entsteht.“
Der Geschichte des Ortes versucht man, in mehreren Stationen gerecht zu werden: Mit einer Ausstellung in dem erhaltenen Bereich der Schlosskeller, einer Präsentation originaler Skulpturen des barocken Schlosses an der Stelle des ehemaligen Großen Treppenhauses, einem Videopanorama mit einem Schnelldurchlauf durch die Geschichte des Ortes sowie verschiedenen innerhalb des Gebäudes verteilten „Spuren“, die besonders den Palast der Republik und seinen Abriss thematisieren.
Temporäre Ausstellungen, für die vor allem zwei große Säle im Erdgeschoss zur Verfügung stehen, sollen zu mehrfachen Besuchen im Humboldt-Forum anregen. Sie werden „neue Fragen zu Themen aus allen Teilen der Welt“ aufgreifen. Bestimmend für der Vorbereitung der Ausstellungen sind internationale Kooperationen, denn diese „eröffnen die Chance auf neue Sichtweisen und Erkenntnisse.“
Alle Zitate sind der offiziellen Homepage der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss entnommen.
Männerklub-Haus im Ethnologischen Museum in Berlin-Dahlem, Palau, 1907. © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum/Dietrich Graf
Stahltür aus dem ehemaligen Techno-Club „Tresor“ in der Berlin-Ausstellung. © Privatbesitz Dimitri Hegemann, Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin/Alexander Schippel
Grundstein des Humboldt-Forums © Gesellschaft Berliner Schloss e.V.
17. September 2022
ALLES OFFEN: 24-stündige Veranstaltung zur Eröffnung des Ostflügels mit weiteren Abteilungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst.
Gezeigt werden hier die Bestände zu Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der zweite Teil der Präsentationen zu Afrika und Asien. Damit ist die Eröffnung des Humboldt-Forums abgeschlossen.
25. August 2022
SPK-Präsident Hermann Parzinger und Abba Isa Tijani, Generaldirektor der National Commission for Museums and Monuments (NCMM), unterzeichnen den Vertrag über die Eigentumsübertragung der Benin-Objekte aus der Sammlung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz an Nigeria. Von den 512 Bronzen verbleibt ein Drittel für zunächst zehn Jahre als Leihgabe im Humboldt-Forum.
28. Juli 2022
Anbringung der beiden rekonstruierten Bronzereliefs am Eosanderportal (Portal III), mit den Darstellungen „Kurfürst Friedrich II. bei der Grundsteinlegung des Schlosses 1443“ und „Andreas Schlüter mit seinem Schlossmodell vor Kurfürst Friedrich III. 1698“. Wenige Tage später, am 2. August 2022, werden auch die beiden zugehörigen Schrifttafeln montiert.
Die 1897/1902 geschaffenen Originale stammten von Otto Lessing und wurden 1950 eingeschmolzen.
1. Juli 2022
Unterzeichnung einer „Gemeinsamen Erklärung zur Rückgabe der Benin-Bronzen“ durch Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sowie den nigerianischen Kulturminister Lai Mohammed und den Staatsminister für Auswärtige Angelegenheiten, Zubairu Dada
27. Juni 2022
Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beschließt unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth die Rückgabe der im Ethnologischen Museum befindlichen Benin-Bronzen an Nigeria und der sogenannten Ngonnso’ an Kamerun. Außerdem werden Vereinbarungen über die Rückführung von Objekten nach Namibia und Tansania angestrebt.
20. Dezember 2021
Fertigstellung der Klanginstallation „Der Kosmos – Things Fall Apart“ von Emeka Ogboh auf der Dachterrasse. Sie ist eine von sieben Arbeiten, die im Rahmen der Kunst-am-Bau-Wettbewerbe ermittelt wurden.
16. Oktober 2021
Öffnung der Dachterrasse mit dem Restaurant Baret
23. September 2021
Nach Jahren der Schließung sind nunmehr im Humboldt-Forum das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
22. September 2021
Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich der Eröffnung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin
20. Juli 2021
Portale auf! Eröffnung des Humboldt-Forums mit sechs Ausstellungen.
Dazu zählen die „Geschichte des Ortes“ mit dem Schlosskeller und dem an der Stelle des Großen Treppenhauses untergebrachten Skulpturensaal sowie im ersten Obergeschoss die Ausstellung „Berlin Global“, eine Koproduktion von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Stadtmuseum Berlin, und die Eröffnungsausstellung „Nach der Natur“ des Humboldt Labors. Die Eröffnung der Ausstellungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst ist für den 22. September 2021 vorgesehen.
9. Juli 2021
Eröffnung des neuen U-Bahnhofs Museumsinsel
Juli 2021
Die Gesellschaft Berliner Schloss e.V. wird fortan auf einer Sandsteintafel in Portal II als einer der Großspender, die einen Beitrag zwischen 100.000 Euro und 999.000 Euro für den Wiederaufbau des Schlosses geleistet haben, gewürdigt.
Dass unserem Verein diese Ehre zuteil wird, ist allein das Verdienst unserer Mitglieder und Spender, die sich vor allem für die Rekonstruktion der Großen Kartusche engagiert haben. Dafür sagen wir an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank!
9. Juni 2021
Der Schlüterhof und die Schlosspassage werden für das Publikum geöffnet.
16. Dezember 2020
Digitale Rundgänge durch Teile des Humboldt-Forums. Die für den 17. Dezember geplante erste Teileröffnung fällt coronabedingt aus und wird auf unbestimmte Zeit in das Jahr 2021 verschoben.
7. Oktober 2020
Die erste Teileröffnung des Humboldt-Forums soll nun am 17. Dezember 2020 stattfinden. Sie wird lediglich die Durchfahrten, den Schlüterhof sowie das Erdgeschoss und die Schlosskeller mit der Präsentation zur Geschichte des Ortes umfassen.
29. Mai 2020
Vollendung der Schlosskuppel durch das Aufsetzen von Laterne und Kreuz
28. Mai 2020
Symbolischer erster Spatenstich für das Freiheits- und Einheitsdenkmal, das auf dem Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals entstehen soll
15. Mai 2020
Installierung der Bronzeskulptur einer zweigeteilten Flagge „Statute of Limitations“ von Sunkoo Kang im zentralen Treppenhaus
10. Mai 2020
Die für September geplante erste Teileröffnung des Humboldt-Forums wird erneut verschoben. Die Stiftung hält aber weiterhin an einer ersten Teileröffnung noch in diesem Jahr fest.
13./14. September 2019
Zentraler Festakt anlässlich des 250. Geburtstags von Alexander von Humboldt
26. Juni 2019
Der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss hält am Konzept der Eröffnung in Etappen fest. Die erste Teileröffnung wird nun für den September 2020 festgesetzt. Dann sollen das Untergeschoss, das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss zugänglich werden, mit den Ausstellungen zur Geschichte des Ortes, dem archäologischen Keller, dem Skulpturensaal, den Sonderausstellungsbereichen sowie der Ausstellung des Landes Berlin.
12. Juni 2019
Die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Petra Wesseler, erklärt, dass die für November 2019 geplante erste Teileröffnung nicht zu halten sei. Grund seien Verzögerungen und Defekte bei technischen Anlagen wie Heizung und Kühlanlagen.
Februar 2019
Als Starttermin für die etappenweise Inbetriebnahme des Humboldt-Forums wird der 30. November 2019 festgelegt. Allerdings schließt die Berliner Kulturverwaltung eine Eröffnung der Berlin-Ausstellung im Jahr 2019 aus. Grund dafür sei, dass die Bauherren der Stiftung Humboldt Forum die Flächen in der ersten Etage mit Verzögerung übergeben hätten. Spekulationen, dass 2019 somit gar keine Eröffnung mehr stattfände, tritt der Stiftungssprecher Bernhard Wolter jedoch entgegen: „Wie angekündigt, werden wir zum Ende des Jahres 2019 mit der abschnittsweisen Eröffnung des Humboldt Forums beginnen, die sich bis in das Jahr 2020 hinein erstrecken wird.“
20. November 2018
Der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss plant eine schrittweise Eröffnung des Humboldt-Forums in fünf Etappen. Demnach sollten Ende November 2019 lediglich zwei Sonderschauen gezeigt sowie Restaurant- und Shopbereiche in Betrieb gehen.
4. September 2018
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) geht von einer pünktlichen Eröffnung des Berliner Humboldt-Forums im November 2019 aus. „Wir sind – und das ist wirklich eine großartige Leistung – bei dem Projekt nach so vielen Jahren genau auf der Ziellinie“.
25./26. August 2018
Letztmals Tage der offenen Baustelle. Am 25.08. Benefizkonzert der Berliner Philharmoniker im Schlüterhof.
1. Juni 2018
Hartmut Dorgerloh wird Generalintendant des Humboldt Forums. Damit endet zugleich die Gründungsintendanz von Neil MacGegor, Hermann Parzinger und Horst Bredekamp.
19. Juli 2017
Neil MacGregor verlängert seinen Vertrag als Gründungsintendant „bis zur Eröffnung“.
23.–25. Juni 2017
Portal auf! Tage der offenen Baustelle
18. Juli 2016
„Berlin und die Welt. Konzept der Ausstellung des Landes Berlin im Humboldt Forum“.
Präsentationspapier zum 18. Juli 2016 (PDF, 1,4 MB)
11./12. Juni 2016
Tage der Offenen Baustelle
Februar 2016
Paul Spies wird vom Berliner Senat als Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin und zum Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt-Forum ernannt. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet er die thematische und inhaltliche Konzeption der Berlin-Ausstellung im ersten Obergeschoss.
26. Februar 2016
Zum Nachfolger von Manfred Rettig als Vorstandssprecher der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss wird der bisherige kaufmännische Vorstand Johannes Wien ernannt. Als Verantwortlicher für den Baubereich tritt der Bauingenieur Hans-Dieter Hegner neu in den Vorstand. Geschäftsführerin der Humboldt Forum Kultur GmbH wird Lavinia Frey.
Januar 2016
Umbenennung der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum in Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
12. Januar 2016
Manfred Rettig, Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, verlässt die Stiftung zum 1. März 2016. Sein Rücktritt wird mit dem Amtsantritt von Neil MacGregor als Gründungsintendant Anfang des Monats in Verbindung gebracht.
13.–18. Oktober 2015
Abschlusswoche des Humboldt Lab Dahlem
13./14. Juni 2015
Tage der offenen Baustelle. Die Gesellschaft Berliner Schloss ist dabei mit einem Informationsstand vertreten, der großen Zuspruch erfährt.
12. Juni 2015
Richtfest
8. Apil 2015
Berufung Neil MacGregors zum Gründungsintendanten des Humboldt-Forums, zusammen mit Hermann Parzinger und Horst Bredekamp
März 2015
Die ZLB wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, von den Planungen für die 4.000 qm der landeseigenen Fläche im Humboldt-Forum entbunden; die Konzeption der „Welt der Sprachen“ ist damit erledigt. Stattdessen wird die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH damit beauftragt, eine Ausstellung zur Geschichte Berlins mit dem Titel „Welt. Stadt. Berlin“ zu erarbeiten.
1. Juni 2014
Tag der offenen Baustelle
Frühjahr 2014
Die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) legt das Konzept der „Welt der Sprachen“ vor.
Juni 2013
Martin Heller legt das Inhaltskonzept „Agora und Humboldt-Forum“ vor.
12. Juni 2013
Grundsteinlegung zum Humboldt-Forum durch Bundespräsident Joachim Gauck
9. Januar 2013
Beseitigung der temporären Liegewiese im Zuge der Bauvorbereitungen für das Humboldt-Forum
13. Dezember 2012
Der Stiftungsrat beruft Johannes Wien als Nachfolger für Dr. Frank Nägele in den Vorstand der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum.
2012
Eröffnung des Humboldt Lab Dahlem als „ein Projekt der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Im Sinne einer experimentellen Probebühne diente es insbesondere zur Vorbereitung der Museumsausstellungen im zukünftigen Humboldt-Forum.“
März 2012
Errichtung der Musterfassade an der Ecke der Liebknechtbrücke
30. Juni 2011
Eröffnung der Humboldt-Box
8. Mai 2011
Hermann Parzinger stellt das Konzept des Humboldt-Forums vor: „So viel Welt mit sich verbinden als möglich“
20. Dezember 2010
Berufung von Martin Heller als Projektleiter des Humboldt-Forums und Kurator der Agora. Er soll „ein inhaltliches Konzept für die Agora als zentralen Veranstaltungs- und Begegnungsort erarbeiten“. Einrichtung eines Advisory Board durch die Staatlichen Museen.
31. August 2010
Schließung der Temporären Kunsthalle und Abbau bis Anfang 2011
8. Juli 2010
Richtfest der Humboldt-Box
7. Juni 2010
Beschluss des Bundeskabinetts unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das auf 552 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt drei Jahre auf Eis zu legen.
Oktober 2009
Manfred Rettig wird zum Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum ernannt. Weiteres Mitglied des Vorstands wird 2010 Dr. Frank Nägele, zuständig für den kaufmännischen Bereich.
10. Juli 2009
Abschluss der „temporären Umgestaltung des Schlossareals“ mit einer Liegewiese und Holzstegen
9. Juli 2009
Eröffnung der Ausstellung „Anders zur Welt kommen“ im Alten Museum (bis 2. Januar 2010)
Mai 2009
Abschluss des Abrisses des Palasts der Republik
27./28. November 2008
Franco Stella gewinnt einstimmig den Architektenwettbewerb. Vorsitzender der Jury war Vittorio Lampugnani.
29. Oktober 2008
Eröffnung der Temporären Kunsthalle Berlin nach dem Entwurf von Adolf Krischanitz/Wien
Juni 2008
Erster Spatenstich für die Temporäre Kunsthalle Berlin
Mai 2008
Gestaltung der Freifläche nach dem Konzept des Berliner Büros „Relais“-Landschaftsarchitekten, das Holzstege und Rasenflächen vorsieht
21. April 2008
Beginn der Ausgrabungen auf der Schlossplatz-Areal
12. März 2008
Beschluss, das Einheits- und Freiheitsdenkmal auf dem Schlossplatz zu errichten, und zwar auf dem Fundament des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals
5. März 2008
Versendung der Ausschreibungsunterlagen durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bzw. das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
23. Januar 2008
Ende der Bewerbung für die Vorauswahl der teilnehmenden Architektenbüros. Wider Erwarten haben sich nur 158 Büros gemeldet, davon sind 129 Bewerber gültig, die zum Wettbewerb zugelassen werden.
17. Januar 2008
Interview mit Bundesbauminister Tiefensee in der Berliner Zeitung: „[…] kommen zu dem Ergebnis, dass das Bauwerk für 480 Millionen Euro zu errichten ist. Davon entfallen 80 Millionen Euro auf die Rekonstruktion der Fassade. 72 Millionen Euro sind zusätzlich für die Ersteinrichtung des Gebäudes angesetzt“
Dezember 2007
Adrian von Buttlar, Vorsitzender des Landesdenkmalrats Berlin, kritisiert die Vorgaben des Architekturwettbewerbs als „höchst widersprüchlich“ und bezeichnet das zu erwartende Gebäude als „reine Kulissenarchitektur“.
Dezember 2007
Das Jury-Mitglied David Chipperfield kritisiert die Vorgaben des Architekturwettbewerbs zur Rekonstruktion der barocken Fassaden.
21. Dezember 2007
Beginn des offenen Bewerbungsverfahrens für den Architektenwettbewerb: zweiphasiger, anonymer Wettbewerb mit weltweit offenem Bewerbungsverfahren
25. November 2007
Ankündigung des Beginns des Architektenwettbewerbs durch Bundesbauminister Tiefensee
9. November 2007
Beschluss des Deutschen Bundestags zur Errichtung eines Einheitsdenkmals in Berlin; favorisiert wird ein Standort auf dem Schlossplatz, etwa auf dem Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals.
5./6. Oktober 2007
Rainer Haubrich (Die WELT) schreibt über den 90-seitigen Entwurf der Ausschreibung („Fünf gegen Schlüter“) und kritisiert, dass sich unter den sechs Fachpreisrichtern fünf Modernisten befänden (Petra Kahlfeldt gegen David Chipperfield, Peter Kulka, Markus Allmann, Peter Zlonicky, Volker Staab).
25. Juni 2007
Der Berliner Senat beschließt, von seinem Anteil am Humboldt-Forum der Landesbibliothek 4000 qm und der Humboldt-Universität 1000 qm zuzuweisen.
Juni 2007
Beschluss zum Weiterbau der U5 vom Pariser Platz zum Alexanderplatz
29. April – 1. Mai 2007
Symposium der Gesellschaft Berliner Schloss e.V.: „Wege für das Berliner Schloss/Humboldt-Forum? – Wiederaufbau und Rekonstruktion zerstörter Residenzschlösser in Deutschland und Europa (1945 – 2007)“ in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
22. April 2007
Das Land Berlin erklärt sich nun doch bereit, sich am Neubau des Humboldt-Forums zu beteiligen (Pressekonferenz mit Wolfgang Tiefensee und Klaus Wowereit in der Ruine des Palasts der Republik); es zahlt 32 Mio. Euro und erhält dafür 5000 qm von insgesamt 50.000 qm. Auch die Kuppel soll gebaut werden. Zudem bringt Berlin das Grundstück im Wert von 51,5 Mio. Euro ein.
April 2007
Beginn von Grabungen auf dem Schlossplatz im Bereich des Münzturms
Januar 2007
Neue Konzeption des Bundesbauministeriums und seines Ministers Wolfgang Tiefensee für das Humboldt-Forum. Senkung der Kosten auf 480 Mio. Euro (statt bislang 670 Mio. Euro) durch Verzicht auf Tiefgarage, Hotelnutzung und Glasüberdachung des Schlüterhofes; den zunächst angeregten Verzicht auf die Kuppel nimmt der Minister bald wieder zurück. Möglicher Baubeginn bereits 2010, mögliche Fertigstellung 2013. 80 Mio. Euro werden vom Förderverein Berliner Schloss e.V. erwartet.
September 2006
Aus dem Wettbewerb für die Zwischengestaltung des Schlossplatzes geht eine Grünfläche als Sieger hervor.
September 2006
Kostensteigerung beim Palastabriss wegen unerwarteter Asbestfunde; der Abriss verlängert sich.
8.–10. September 2006
Symposium der Internationale Bauakademie Berlin: Humboldt-Forum. Symposion zu Fragen der Rekonstruktion und der räumlichen Konzeption des Berliner Schlosses für das Humboldt-Forum
30. Januar 2006
Um 8.00 Uhr beginnt der Abriss des Palasts der Republik.
19. Januar 2006
Der Deutsche Bundestag bestätigt den Abriss des Palasts der Republik mit 431 zu 120 Stimmen.
24. August 2005
„Immobilienökonomische Machbarkeitsstudie“ im Auftrag des Bundesbauministeriums unter Manfred Stolpe. Das Konzept sieht ein Hotel mit angeschlossenem Kongresszentrum, eine Tiefgarage und eine Überdachung des Schlüterhofs vor und soll durch ein Leasing-Modell finanziert werden.
August 2005
Kunstaktion „Der Berg“ im Palast der Republik
22. April 2005
April 2005
Der Senat legt den Abriss des Palasts der Republik auf Dezember fest.
16. April 2005
Januar – Mai 2005
Anbringung des Worts „ZWEIFEL“ auf dem Dach des Palasts durch den norwegischen Künstler Lars Ramberg
13. November 2003
Beschluss des Deutschen Bundestags, den Palast der Republik abzureißen und „die erforderlichen Planungsarbeiten zur Vorbereitung und Durchführung eines internationalen öffentlichen Architektenwettbewerbs bereits jetzt in Angriff zu nehmen.“
30. September 2003
Die Arbeitsgruppe Schlossareal unter Leitung von Kulturstaatsministerin Christina Weiss hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Arbeitsgruppe spricht sich vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzlage der öffentlichen Hand für ein Moratorium aus. Sie bekennt sich jedoch ausdrücklich zum Humboldt-Forum. Das Moratorium soll genutzt werden, den Planungsprozess in den nächsten zwei Jahren voran zu bringen.
30. Juli 2003
Juli 2003
Öffnung des Palasts der Republik anlässlich der „Schaustelle Berlin 2003“
Mai 2003
Abschluss der Asbestsanierung des Palasts der Republik
1. Mai 2003
Auf der Mitgliederversammlung wird beschlossen, dem Verein einen neuen Namen zu geben: Gesellschaft Berliner Schloss e.V.
10. Juli 2002
Beauftragung einer Arbeitsgruppe „Schlossareal“ unter der Leitung der Kulturstaatsministerin Christina Weiss zur Überprüfung des Nutzungs-, Finanzierungs- und Organisationskonzepts
4. Juli 2002
Der Deutsche Bundestag plädiert mit 384 gegen 133 Stimmen für einen Vorschlag, der den Empfehlungen der Expertenkommission folgt (Alternative A). Demnach soll das Berliner Schloss entsprechend den Vorgaben der internationalen Expertenkommission mit den drei barocken Außenfassaden und dem Schlüterhof wiederaufgebaut werden.
16. Mai 2002
Eine neue Kommission (Arbeitsgruppe Schlossareal) soll prüfen, ob das im April von der Internationalen Expertenkommission vorgelegte Nutzungs- und Finanzierungskonzept realisierbar ist.
17. April 2002
Der Abschlussbericht der internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ empfiehlt den Wiederaufbau der drei Barockfassaden und des Schlüterhofs.
März/April 2002
7. März 2002
Die Gegner einer Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses machen mobil. Es sind der Berliner Stadtentwicklungssenator Strieder, der Berliner Kultursenator Thomas Flierl und der Präsident der Bundesarchitektenkammer Peter Conradi. Obwohl zum Teil in der Internationalen Expertenkommission vertreten, sind sie nicht bereit sich dem demokratischen Votum anzuschließen. Peter Strieder und Thomas Flierl fordern einen architektonisch völlig offenen Wettbewerb für einen Neubau. Strieder bezeichnet den Wiederaufbau der Schlossfassaden als „Stadtdekoration“.
5. Februar 2002
20. Dezember 2001
Die internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ empfiehlt die Rekonstruktion des Schlosses mit drei Fassaden und dem Schlüterhof. Das Schloss soll als Humboldt-Forum eine Kombination aus Museen, Bibliothek und Veranstaltungsbereichen aufnehmen.
30. Oktober 2001
Die internationale Expertenkommission „Historische Mitte Berlins“ hat in ihrer Sitzung am 29. Oktober das von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin vorgelegte Konzept für die Nutzung des Schlossplatzes angenommen.
Mit dem Konzept soll unter der Bezeichnung „Humboldt-Forum“ der zentrale Platz zu einem Ort der Kunst und der Wissenschaft werden. Zukünftig sollen hier, neben der Zentral- und Landesbibliothek, die Sammlungen außereuropäischer Kulturen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausgestellt und die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität erstmals öffentlich zugänglich gemacht werden. Mit den ebenfalls geplanten Konzertsälen, Läden, Kongressräumen und einer entsprechenden Gastronomie entsteht für die Berliner Bevölkerung und Besucher der Stadt ein attraktives kulturelles Angebot, dass eine Brache in der Mitte der Hauptstadt sinnvoll schließt. Die Finanzierung des Vorhabens soll dabei im Wesentlichen der Bund und das Land Berlin übernehmen.
Mit seinem Vorschlag, zunächst über die Art der Nutzung zu entscheiden, bevor über die bauliche Umsetzung des Konzeptes weiter diskutiert wird, gelang es Staatsminister Nida-Rümelin, eine ausufernde Debatte, die sich im wesentlichen an Gebäudefassaden festmachte, wieder auf inhaltliche Aspekte zurückzuführen. Die Kontroverse über einen Fortbestand des Palastes der Republik oder einen detailgetreuen Wiederaufbau des Stadtschlosses kann nunmehr im Lichte der zukünftigen Nutzung sachlicher diskutiert werden.
Juli 2001
Ausstellung im Staatsratsgebäude: „Historische Mitte Berlin – Schloßplatz, Ideen und Entwürfe 1991–2001“
18. April 2001
Erste Anhörung der Internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ am Mittwoch, den 18. April 2001, von 9–18 Uhr im Berliner Rathaus.
Thesen der Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses zu Nutzung und Finanzierung eines Gebäudes auf dem Berliner Schlossplatz
November 2000
Beschluss zur Einsetzung der internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ durch den Gemeinsamen Ausschuss von Bund und Land
3. Mai 2000
Klaus-Dieter Lehmann empfiehlt erstmals öffentlich, die Dahlemer Museen der außereuropäischen Kulturen auf den Schlossplatz zu verlagern (Torgespräch im Max-Liebermann-Haus am Brandenburger Tor).
4. April 2000
Treffen von Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen, mit dem Berliner Senator für Stadtentwicklung, Peter Strieder. Erstmals wird die Idee ins Spiel gebracht, die Dahlemer Museen der außereuropäischen Kulturen im Neubau des Berliner Schlosses unterzubringen.
8. Juli 1999
Der Gemeinsame Ausschuss von Bund und Land beschließt die Einberufung einer internationalen Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“.
1997
Ausstellung (Der Tagesspiegel): „Der Berliner Schloßplatz. Visionen zur Gestaltung der Berliner Mitte“
April 1997
„Wiederaufbau- und Nutzungskonzept des Berliner Stadtschlosses auf Basis einer privaten Finanzierung ohne öffentliche Mittel“, vorgelegt von der Arbeitsgemeinschaft Berliner Stadtschloss (Hans-Joachim Arndt, Wilhelm von Boddien, Walter Rasch, Ralf Schüler, Ursulina Schüler-Witte)
1996
Abriss des DDR-Außenministeriums
1994
Bernd Niebuhr gewinnt den offenen internationalen Ideenwettbewerb „Spreeinsel“ mit seinem Vorschlag für ein modernes Gebäude.
30. Juni 1993
Fertigstellung der Schlossattrappe und Eröffnung der Ausstellung des Fördervereins Berliner Stadtschloss e.V.: „Das Schloß? Eine Ausstellung über die Mitte Berlins“ (1. Juli – 10. Oktober 1993). Die Attrappe bleibt schließlich bis zum 30. September 1994 aufgestellt.
27. August 1992
Gründung des Fördervereins Berliner Stadtschloss e.V., später umbenannt in Förderverein Berliner Schloss e.V.
23. März 1991
Gründung der Gesellschaft zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses e.V. in Mainz. 1994 Verlegung des Vereinssitzes nach Berlin. 2003 Umbenennung in Gesellschaft Berliner Schloss e.V.
19. September 1990
Schließung des Palasts der Republik wegen Asbestverseuchung
23. August 1990
Die DDR-Volkskammer beschließt den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.